Hotellerie |  Mittwoch, 09.08.2017

Die ÖHV feiert Mitgliederzuwachs

Besonders die Freiwilligkeit der Mitgliedschaft liegt der Hoteliervereinigung am Herzen. 1.400 Betriebe vertrauen auf das Leistungsangebot. Doch die ÖHV teilt auch aus.

© ÖHV

Auch das neue ARCOTEL Donauzentrum ist ÖHV-Mitglied. Hauptthemen beim Gespräch zwischen ARCOTEL-Vorstand Martin Lachout und ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer: die Belastungspolitik der laufenden Legislaturperiode und das notwendige Umdenken.

Für die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) ist die Sachlage klar: solange die Politik bei Entlastung und Entbürokratisierung nicht in die Gänge komme, laufen die Hotels der ÖHV die Tür ein. „Ich habe die ÖHV 2013 mit 1.200 Mitgliedern übernommen. Jetzt steuern wir auf 1.500 zu“, erklärt Michaela Reitterer, Präsidentin der ÖHV. Der Grund dafür liegt für die Branchenkennerin auf der Hand: „Als unabhängige Interessenvertretung wissen wir, was Unternehmer brauchen, setzen uns dafür ein und erreichen Ziel um Ziel.“

Rekord bestätigt Richtung

58 Top-Betriebe sind der ÖHV heuer bereits beigetreten – also alle vier Tage einer. Besonders freut Reitterer die „gute Mischung aus KMU und Konzernen, die auf unsere Kompetenz vertrauen.“ Hauptmotiv ist meist das Lobbying, aktuell das gesetzliche Verbot der Ratenparität, erste Verbesserungen bei der GewO und die Investitionszuwachsprämie. Dazu kommen die Halbierung der Flugabgabe, Landesgesetze für die Sharing Economy, die Einführung des Lehrberufs Hotelkaufmann/-frau, die ÖHV-Sonderlösung beim Nichtraucherschutz, das Aus für die Vergnügungssteuer und die größte Nachwuchskampagne in der Geschichte des österreichischen Tourismus mit dem Tag der offenen Hoteltür.

Alte Politik sei Hauptmotiv für ÖHV-Beitritte

„Wir übersetzen der Politik berechtigte Anliegen der Investoren und Arbeitgeber in der Branche. Es muss Schluss sein mit immer neuen Belastungen und bürokratischem Irrsinn“, verweist Reitterer auf 500 Mio. Euro vorenthaltener Energieabgabenvergütung, die wettbewerbsfeindliche USt-Erhöhung, die investitionsfeindliche Verlängerung der Abschreibungsdauer oder als aktuelles Beispiel die Acrylamid-Verordnung: „Da verspricht die Regierung ständig Entbürokratisierung und dann stimmt eine Ministerin in Brüssel einer Verordnung zu, die außer Bürokratie für Betriebe nichts bringt? So lange Politik in Österreich so abläuft, erhalten wir natürlich regen Zulauf.“ Die Acrylamid-Posse ist für die Interessenvertreterin ein Sinnbild für die aktuelle Standort- und Steuerpolitik: „Mit Belastungen ist die Politik immer schnell, Entlastungen gibt es bestenfalls in homöopathischen Dosen.“

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